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Ausgabe November 2016

Weichen für Wachstum gestellt

Zum 1. November 2016 haben wir die Firma Plaschka mit Sitz in Traunreut (Deutschland) und Hořice na Šumavě (Tschechische Republik) übernommen. Wir begrüßen damit rund 120 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und freuen uns darauf, als Poppe + Potthoff Gruppe mit bald 1500 Mitarbeitern die Kompetenzen in der Fertigung von Präzisionsbauteilen gemeinsam zu erweitern.

Poppe + Potthoff stellt zugleich die Weichen für weiteres Wachstum. Um die Entwicklung der Gruppe zu stärken, haben wir uns eine neue Managementstruktur gegeben mit drei weltweit aktiven Divisionen: „Tubes and Tubular Components“ unter der Leitung von Dr.-Ing. Bengt-Henning Maas, „Precision Parts“, geführt von Axel Weiser und „Drive Technology“ mit Steffen Herter als Director.

Der nächsten Generation von Top-Führungskräften bei Poppe + Potthoff geben wir damit die Möglichkeit, sich mit ihren neuen Verantwortungsbereichen als Divisionsleiter weiter zu entwickeln und die persönliche Beziehung mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden langfristig zu stärken. Wir sehen dies als einen weiteren Schritt in unserem Bestreben, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Unser Geschäft beruht auf drei starken Säulen. Zugleich erschließen und nutzen wir Synergien, etwa bei Poppe + Potthoff Maschinenbau sowie in unserem Technologie Zentrum. Mehr Details dazu finden Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen

Dipl. Ing. Rüdiger Faustmann (CEO) und Dr. Christian Potthoff-Sewing (President/CFO)
Die Plaschka Maschinenbau GmbH & Co. KG im bayrischen Traunreut wird Teil der Poppe + Potthoff Gruppe. Hier werden u.A. Komponenten für die Medizintechnik gefertigt.

Plaschka wird Teil der P+P Gruppe

1977 gegründet, hat sich Plaschka eine hervorragende Reputation in der Fertigung von Präzisionsmaschinenbauteilen erarbeitet. Vor allem in der Luftfahrt-, Medizin- und Filmgerätetechnik, in messtechnischen Systemen und in der Mechatronik kommen die Komponenten zum Einsatz. Zum 1. November 2016 hat die Gründerfamilie das Unternehmen an Poppe + Potthoff übergeben.

„Hochpräzise Metallbearbeitung ist eine Kernkompetenz von Poppe + Potthoff. Wir sind damit vor allem im Automotive-Sektor und im Maschinenbau erfolgreich“, sagt der CFO und President der Gruppe, Dr. Christian Potthoff-Sewing. „Mit der Übernahme von Plaschka erweitern wir unsere Fähigkeiten sowie unsere Absatzmärkte, etwa in der Luftfahrtechnik und der Feinmechanik“, ergänzt Rüdiger Faustmann, CEO der Poppe + Potthoff Gruppe.

Langjährige, partnerschaftliche Kundenbeziehungen zeichnen das Unternehmen aus. Die beiden Standorte in Traunreut (Deutschland) und Hořice na Šumavě (Tschechische Republik) sind nach EN DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Ein erfahrenes Team von rund 120 Mitarbeitern ermöglicht auch bei komplexen Produktionsprozessen schnelle Durchlaufzeiten im 3-Schicht-System.

Der Fokus der Fertigung liegt im CNC-Fräsen und Drehen. Verarbeitet werden alle gängigen Materialien mit Schwerpunkt im Aluminiumbereich. Galvanik, Oberflächenbearbeitung und Montage gehören ebenso zum Leistungsangebot wie die Qualitätssicherung in klimatisierten Messräumen mit CNC-Koordinatenmessmaschinen, Härte- und Leitfähigkeitsprüfung.

Drei Divisionen

Poppe + Potthoff stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Um die Entwicklung der Gruppe zu stärken, haben wir uns eine neue Managementstruktur gegeben mit drei weltweit aktiven Divisionen: „Tubes and Tubular Components“ unter der Leitung von Dr.-Ing. Bengt-Henning Maas, „Precision Parts“, geführt von Axel Weiser und „Drive Technology“ mit Steffen Herter als Director.

Die neu gebildeten Divisionen umfassen:

DivisionStandorteDirector
Tubes and Tubular Components Poppe + Potthoff Präzisionsstahlrohre in Werther, Deutschland
Poppe + Potthoff Hungária in Ajka, Ungarn
Poppe + Potthoff Maschinenbau in Nordhausen, Deutschland
Dr.-Ing. Bengt-Henning Maas
Precision Parts Poppe + Potthoff Scionzier, Frankreich
Poppe + Potthoff Bonneville, Frankreich
Poppe + Potthoff in Kunovice, Tschechische Republik
Plaschka in Traunreut, Deutschland
Plaschka in Hořice na Šumavě, Tschechische Republik
Axel Weiser
Drive Technology R+W Antriebselemente in Klingenberg, Deutschland
R+W America in Bensenville, Ill., USA
Poppe + Potthoff in Nižna, Slowakei
R+W Machinery in Shanghai, China
R+W in Singapore, Singapur
R+W Italia in Sesto San Giovanni, Italien
Steffen Herter

„Unser Ziel ist es, jede dieser drei Divisionen strategisch auszubauen und damit als Gruppe auch in Zukunft stabil weiter zu wachsen“, erklärt Dr. Christian Potthoff-Sewing, CFO und President der Poppe + Potthoff Gruppe.

Entsprechend der neuen Struktur übernimmt jeder Geschäftsbereich die volle Verantwortung für den Vertrieb. Die zentrale Vertriebsabteilung wird umorganisiert und die Mitarbeiter den Divisionen zugeordnet.

Burkhard Harhoff leitet weiterhin das Technologie Zentrum in Werther. Benjamin Hud wurde zum Director of Finance and Administration ernannt. Rüdiger Faustmann als CEO und Dr. Christian Potthoff-Sewing als CFO und President werden auch in Zukunft die Entwicklung der Gruppe vorantreiben.

Frank Baudler (rechts), Mitbegründer und Head of Engineering | R&D von Poppe + Potthoff Maschinenbau mit CEO Stefan Dreyer (links) und Johannes Montag, Head of Sales (Mitte).

Mit Hochdruck zum Erfolg

Seit zehn Jahren entwickelt und fertigt Poppe + Potthoff Maschinenbau Anlagen für die Betriebs- und Dauerfestigkeitsprüfung von Bauteilen im Automobil- und Schiffsbau und weiteren Industrien. Die präzisen und leistungsstarken Sondermaschinen sind in der Forschung, Entwicklung und in der Produktion im Einsatz.

„Beliefert werden unsere Kunden in Europa, China und USA aus Nordhausen, wo 2015 neue, größere Räumlichkeiten ‚An der Helme‘ bezogen wurden“, erklärt Frank Baudler, CTO und Mitbegründer des Unternehmens. "Hier werden auch Bauteile der Kunden getestet – eine Dienstleistung, die in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist.“

Im Sommer 2015 bezog Poppe + Potthoff Maschinenbau ein neues, größeres Gebäude in Nordhausen, Deutschland.

„Die Ansprüche an uns selbst sind sehr hoch, jeder Kunde wird individuell betreut, seine Anforderungen stehen für uns im Vordergrund“, erklärt Johannes Montag, Head of Sales. „Das zeichnet uns als Systementwickler aus: Es wird keine Massenware geliefert, die Anlagen werden speziell nach Kundenwünschen angefertigt.“

„Ein erheblicher Teil unseres Erfolgs beruht auf unseren gut geschulten Mitarbeitern in allen Abteilungen“, ergänzt CEO Stefan Dreyer. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Konzepte für Prüfanlagen von den Marktführern in dem jeweiligen Gebiet genutzt werden.“

Auch in den kommenden Jahren will Poppe + Potthoff Maschinenbau die Aktivitäten in Europa, Asien und Amerika weiter ausbauen und stetig mit „Hochdruck“ wachsen.

Optimiertes Druckbegrenzungsventil

Neben den etablierten, axial und radial abführenden Druckbegrenzungsventilen (DBV) für Common Rails hat Poppe + Potthoff Engineering im Technologiezentrum Werther nun ein radial abführendes Ventil entwickelt, welches hinsichtlich Performance, Bauraum und Gewicht maßgeblich verbessert wurde.

Dank des neuen Designs verschwindet das DBV fast komplett im Hochdruckspeicher und ist zudem 50 Prozent leichter als die bisherige Bauform. Zudem ist es hinsichtlich Materialeinsatz und geringerer Komplexität der Einzelteile einfacher und kostengünstiger zu fertigen.

Poppe + Potthoff hat ein neues Druckbegrenzungsventil für Common Rails entwickelt. Es ist deutlich kompakter, leichter und leistungsfähiger als das Vorgänger-Modell (Bild rechts).

Das neue Ventil eröffnet neue Möglichkeiten im Notlaufbetrieb in Bezug auf die Druckanforderungen speziell bei niedrigen Volumenströmen bis 0.4 L/min. So gewährleistet das Ventil im Falle einer Öffnung in der sogenannten „Limp home“ Funktion Systemdrücke von >700 bar selbst bei einer Pumpenförderleistung von nur 0,4 L/min. Der Öffnungsdruck ist je nach Anforderung einstellbar.